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Frank Lion, fotografiert von Uwe Bellhäuser  

Durch ihren heutigen Regisseur und Autor Frank Lion 1982 gegründet, spielt die "TheaterCompagnie Lion" seit 20 Jahren moderne und zeitgenössische Stücke des Musik- und Sprechtheaters für Zuschauer aller Altersgruppen. Dabei präsentiert die Truppe um den ehemaligen Studenten der École des Beaux Arts (Paris) in jährlich ca. 70 bis 100 Aufführungen sowohl Stücke bekannter Autoren, wie auch Produktionen aus eigener Feder.
"Der größte Reiz besteht für mich darin" - meint Lion - "Stücke selbst zu schreiben oder auch Vorlagen zu bearbeiten, und sie als Regisseur zu inszenieren - also am gesamten Prozeß beteiligt zu sein."


 

Kinder- und
Jugendtheater

 

Im Bereich ihres ersten Schwerpunkts, des Kinder- und Jugendtheaters, tritt die TheaterCompagnie immer wieder erfolgreich mit Eigenproduktionen vors Publikum: so z.B. mit "Fliegen für Max" (Frankreich-Tournee für das Goethe-Institut 1992/93), "Weinstein, Wunderbar & Saltimbocca" (1999) oder mit "Ferdinand, der Stier", nach einer Geschichte von Munro Leaf.
Daneben stand in den letzten Jahren mit "Max" (1996), "Tremolo" (2000) und "Kiebich und Dutz" (1997) Kinder- und Jugendtheater von renommierten Autoren/Autorinnen wie z.B. Beat Fäh, Tomi Ungerer und F. K. Wächter auf dem Spielplan der Compagnie.
Die Auswahl der Vorführungen für Kinder und Jugendliche vermeidet dabei stets sowohl Klamauk wie auch den aufdringlichen pädagogischen Zeigefinger. "Wir wollen gute Unterhaltung bieten, aber keine pure Unterhaltung; sondern behutsam Inhalte vermitteln und Bedenkenswertes darstellen." - lautet das Credo der Truppe.


 

Stücke für Erwachsene

 

Schon seit 1989 gehören auch Stücke für Erwachsene zum Programm. Den Einstieg in dieses Segment markierte die multimediale Revue "Unterwegs" - eine mit Projektionen, Filmen und einer Liveband sehr aufwendig konzipierte Produktion zur deutschen Nachkriegsgeschichte, verfaßt nach der Vorlage von fünf Gedichten von H. M. Enzensberger.
Das Spektrum dessen, was die private Theatergruppe seither dargeboten hat, ist enorm: es reicht vom absurden Zwei-Personen-Stück bis zum Broadway-Musiktheater unter Beteiligung eines Kammerorchesters; von Samuel Becketts "Actes sans paroles II" (Argentinien-Tournee 1994), bis zu Stephen Sondheims und James Lapines "Sunday in the Park with George", aufgeführt 2001 im Saarland Museum.


 

Musiktheater

 

Musikalische Elemente gehörten schon immer zur Theaterkonzeption von Frank Lion - ab 1997 allerdings erreichten sie mit dem Einstieg des Tenors Vincenzo di Rosa eine solche Geltung, daß sich das Musiktheater zu einem weiteren Schwerpunkt im Programm der Compagnie etablierte. Der junge griechische Komponist Christos Ktistakis hat schon drei Werke für die Compagnie verfaßt; mit dem Amerikaner David Andruss gesellte sich ein begabter Arrangeur dazu. Die Schauspielerin Gabriele Bernstein und die Musicaldarstellerin Meike Ruby komplettieren das feste Ensemble.


 
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