Tremolo 

 

für Kinder ab 5 Jahren


ein Stück von Tomi Ungerer  in einer Bearbeitung von Frank Lion


Tremolo ist die Geschichte eines leidenschaftlichen Musikers, dessen Noten sich, nach einem Zauberspruch durch seine genervte Nachbarin, eine Wahrsagerin, in olivenähnliche Notenkügelchen verwandeln.

Von seiner Hauswirtin vor die Tür gesetzt, zieht er sich mit seinen Instrumenten in die Berge zurück, um in Ruhe zu musizieren. Die dort lebenden Tiere sind von seiner Musik entzückt, und noch mehr von seinen besonderen Noten, die sich als eßbar und äußerst schmackhaft erweisen. Tremolo nutzt die Chance und eröffnet einen "Noten-Imbiß." Wegen der enormen Nachfrage baut er eine Fabrik und beginnt mit der Großproduktion.
Nach dem Geld kommt der Ruhm: Tremolo wird zum Fernsehstar. Bei einer Fernsehsendung passiert es: Die Notenkügelchen verstopfen die Fernseher und lassen sie alle explodieren. Ohne Fernsehen beginnen die Menschen wieder miteinander zu reden, Geschichten zu erzählen und zu lesen. Auf der Welt wird es allmählich friedlicher. Dies gefällt Tremolos ehemaliger Nachbarin, der Wahrsagerin, nicht. Sie nimmt den Zauber zurück und ab sofort gibt es keine Kügelchen mehr sondern nur noch Noten. Tremolo verkauft die Fabrik und baut statt dessen eine Konzerthalle, denn "Nichts geht über einen echten Ohrenschmaus. Musik in den Ohren ist allemal schöner als im Bauch!"


Produktion & Regie: Frank Lion,   


Besetzung: Gabriele Bernstein, Meike Ruby, Vincenzo Di Rosa

Die Rollen sind hochkarätig besetzt: Vincenzo Di Rosa gibt den TREMOLO als fröhlich schmetternder Heldentenor. Im Ringelhemd, mit Zwirbelbart wirkt er genau so putzig wie von Ungerer gemalt.Eine Paraderolle für den ausgebildeten Sänger. In orangefarbener Latzhose und von einer freundlichen Aufgewecktheit, als käme sie direkt aus der Sesamstraße, agiert Gabriele Bernstein: Als eine Art Erzählerin, die dem TREMOLO auch schon mal hilfreich unter die Arme greift. Meike Ruby als hysterische Nachbarin: Wunderbar exzentrisch vom Glitzermantel bis in die Stimmführung. Doch die Zauberin ist nur eine von vielen Figuren, in die sich die Musical-Sängerin verwandelt.

(Saarbrücker Zeitung)